Der saarländischen Arbeitsagentur stehen im Jahr 2010 knapp 32,3 Millionen Euro zur Verfügung, um Arbeitssuchende mit Weiterbildungsmaßnahmen wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu bringen. Dagegen sind die Mittel aus dem Konjunkturprogramm II weggefallen.
In diesem Jahr will man nun stärker als zuvor die Integration von Arbeitslosen ins Auge fassen. Maßnahmen, die nicht genügend Menschen ins Berufsleben zurückführen, würden kritisch hinterfragt und eingestellt. Als Ziel hat man sich gesetzt, ungefähr 12 000 Menschen mit Hilfe gezielter Unterstützung wieder in Arbeit zu bringen.
Das finanzielle Schwergewicht bildet die Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW). Daran sollen ca. 2000 Menschen teilnehmen. Deren einzelne Module sind sehr arbeitsmarktorientiert ausgerichtet, wie z. B. das Erlernen von computergesteuerten Maschinen oder von betriebswirtschaftlicher Software.
Ungefähr 8360 Menschen sollen über “Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung” wieder jobfit gemacht werden. Das Spektrum reicht hier von beruflichen Bestandsaufnahmen, über Bewerbertraining bis hin zu einfachen Qualifizierungen (z. B.EDV-Grundkenntnisse) sowie die Förderung von Berufsrückkehrerinnen.
Darüber hinaus wird auch ein neues Instrument, die “Initiative zur Förderung des Strukturwandels” (IFLAS) unterstützt. Dabei sollen ungelernte Arbeitnehmer eine erste Qualifizierung erhalten.
Innerbetrieblich kann über das Programm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer im Unternehmen) dafür Sorge getragen werden, dass viele Arbeitnehmer in ihrem Job bleiben können.
Gut 900 Frauen und Männer, die aus Alters- und gesundheitlichen Gründen nicht sofort vermittelbar sind, sollen über einen Eingliederungszuschuss (EGZ) eine Arbeitsstelle finden.
Und auch die Qualifizierung in der Kurz- und Zeitarbeit wird von der saarländischen Arbeitsagentur weiter gefördert.
Quelle: Saarbrücker Zeitung, 8. April 2010


