Der Lebenslauf – Grundlegende Informationen zur inhaltlichen Gestaltung

Ihr Lebenslauf informiert Arbeitgeber und Personalfachleute über Ihren persönlichen Lebensweg und Ihre fachliche Qualifizierung. Standard ist ein tabellarisch gestalteter, am PC verfasster Lebenslauf.

Umgekehrt chronologischer Überblick oder doch nicht?
Wichtig ist vor allem eine vollständige und harmonische Darstellung Ihres beruflichen Werdegangs, so dass der interessierte Leser schnell die für ihn relevanten Informationen findet.

Um dem Arbeitgeber also den schnellen Überblick zu ermöglichen, raten Experten dazu, die letzte Tätigkeit als erstes aufzuführen und den Lebenslauf in umgekehrt chronologischer Reihenfolge aufzubauen. Begründet wird diese Form damit, dass die letzte oder derzeitige Position des Bewerbers hauptsächlich von Interesse ist und nicht so sehr, welche Arbeitsstellen er in der Vergangenheit hatte.

Doch ist diese Reihenfolge auch dann einzuhalten, wenn man arbeitssuchend ist oder gerade Schule oder Studium beendet hat? Mit dem Prädikat “Arbeit suchend” will man sich ja nicht gerade an prominenter Stelle präsentieren. In diesem Fall sollten Sie sich für die chronologische Form eines tabellarischen Lebenslaufes entscheiden, d. h. listen Sie Ihren Werdegang in seiner zeitlichen Abfolge auf.

Weiterbildungen ebenfalls aufführen
Dann die Weiterbildungen: Sollen sie im Lebenslauf besonders hervorgehoben werden? Empfehlenswert ist es schon. Doch achten Sie auf den Umfang der Verhältnismäßigkeit zwischen beruflichen Tätigkeiten und beruflicher Weiterbildung. Gerade wenn Sie in jungen Jahren schon gezwungen waren, an verschiedenen Fortbildungen und Umschulungen teilzunehmen, kann die Proportionalität verloren gehen. Dann sieht es so aus, als hätten Sie sich von einer Maßnahme zur anderen gehangelt, ohne jemals “richtig” gearbeitet zu haben.

Zeitlücken vermeiden
Achten Sie beim Verfassen Ihres Lebenslaufs darauf, dass Sie keine Zeitlücken zwischen den einzelnen beruflichen Tätigkeiten gelassen haben. Am besten erstellen Sie zuerst einen Rohentwurf mit Ihren gesamten Tätigkeiten, wozu auch Zeiten der Arbeitslosigkeit, Familienphasen usw. gehören. Erst danach sollten Sie Positionen eventuell zusammenfassen, um z. B. eine kurze Phase der Arbeitssuche oder einen Arbeitsplatzwechsel zu “verstecken”.

Zwar ist mittlerweile eine Zeit der Arbeitslosigkeit nicht mehr unbedingt ein Makel. Allerdings sehen Arbeitgeber gern, dass Sie sich währenddessen beruflich fortgebildet oder gesellschaftlich (ehrenamtlich) engagiert haben.

Lebenslauf-Varianten erstellen
Auch ein wichtiger Punkt ist, dass Sie Ihren Lebenslauf auf die jeweilige Bewerbung anpassen sollten. Das heißt, dass Sie nicht nur EINEN Lebenslauf erstellen und unverändert in jede Bewerbung heften, sondern je nach Stelle eine Variante verfassen, in der Sie für die entsprechende Tätigkeit bedeutsame Aspekte hervorheben und dafür weniger Wichtiges unerwähnt lassen.

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